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Museum

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| Über 270 geladene Gäste und damit weit mehr als
erwartet kamen zur spektakulären Eröffnung des Klepper-Museums. Auch Klepper-Fans aus
USA, Canada, Australien und Frankreich waren angereist, um das neue (vierte) Museum in Rosenheim
aus der Taufe zu heben. Wie viel Enthusiasmus die engagierten Mitarbeiter der Rosenheimer Klepper Faltbootwerft
haben, zeigte ihr unermüdlicher, ehrenamtlicher Einsatz bei der Renovierung der Räume und
der Einrichtung des Museums. Das Museum soll, wie Vorstandssprecherin Ursula Isbruch sich wünscht,
ein Ort zum Treffen und Träumen von Faltbootfans und Kanusportlern werden.
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| Entstanden ist ein Museum, das Erinnerungen an vergangene
Höhepunkte des robusten, zerlegbaren Wassersportgeräts weckt, wie beispielsweise die
siegreiche Olympiateilnahme 1936, bei der die Klepper-Faltboote auf ganzer Linie siegten, oder auch
an die erfolgreiche Atlantiküberquerung von Dr. Hannes Lindemann 1956. Gleichzeitig soll
die interessante Ausstellung Besucher zu neuen Abenteuern mit dem Faltboot in der freien
Natur animieren. Die Idee des Kayaks zum Mitnehmen ist aktueller denn je, seit ca. zwei Jahren ist eine
Renaissance im Faltbootbereich zu beobachten: Paddeln mit dem Faltboot und "Natur pur" sind wieder in.
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| Seit mehr als 90 Jahren wird in Rosenheim Klepper-Geschichte
geschrieben. So betonte auch der Schirmherr Dr. Michael Stöcker in seinem Grußwort, der Name Klepper
sei mit der Stadt Rosenheim untrennbar verbunden. Es sei richtig, die Erinnerung an einen Mann
und seine Idee in einem Museum am Leben zu erhalten, der Rosenheim weltweit bekannt gemacht
habe, zudem komplettiert das Klepper Museum das Museumsquartett Rosenheims.
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| Die Geschichte der Rosenheimer Klepper Faltboote begann 1907,
als der Rosenheimer Schneidermeister Johann Klepper von Alfred Heurich, dem Urvater des Faltboots, die
Lizenz zur Alleinfabrikation des Bootstyps "Delphin" erwarb. Klepper, geboren 1868, hatte im Betrieb seiner
Eltern das Schneiderhandwerk erlernt und den Schneiderbetrieb um eine Sportabteilung erweitert. Fasziniert
von einem Bericht über die Fahrten Heurichs mit einem zerlegbaren Boot, lieh sich der begeisterte
Sportler Klepper das wacklige Wassergefährt von dem Studenten aus und paddelte von Rosenheim nach
Wasserburg. Spontan entschoß sich der innovative Jungunternehmer daraufhin, auf dem Dachboden
seines Hauses eine Faltbootwerft einzurichten. Viele Änderungen waren nötig, um aus dem
instabilen Wasserfahrzeug aus Rattan- und Bambusstäben ein benutzerfreundliches und sicheres
Serienboot herzustellen, wie es heute von Klepperfans in aller Welt geschätzt wird.
Mit der Gründung der Klepper Faltbootwerft GmbH 1919 begann eine Welle des Erfolges. Als Hans
Klepper das Unternehmen 1929 von seinem Vater übernahm, hatten Klepper-Faltboote die Weltführung
übernommen. Bis zu 90 Boote aus neunfachverleimten Birkensperr- und massivem Eschenholz, bespannt mit
mehrfach imprägnierter Baumwolle wurden in Spitzenzeiten täglich in der Rosenheimer Werft handgefertigt.
Dazu kamen an die 1000 regenfeste Klepper-Mäntel und Zelt- und Campingbedarf, Segel für die Kayaks und
Taschen für das zerlegbare Sportgerät. Klepper avancierte mit 3000 Arbeitnehmern zum größten
Arbeitgeber Rosenheims.
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